
Die ultimative Air-Max-Enzyklopädie.
Der Countdown zum wichtigsten (und ehrlicherweise auch einzigen) Feiertag der Sneakerheads geht in die letzte Runde. Am 26. März wird abermals der Air Max Day gefeiert. Ein Tag, an dem Nike der innovativen Air Bubble huldigt, Special Releases herausbringt und weltweit Sneakerheads vereint. In diesem Sinne ist der Tag ein Unikat, da es bis heute keine andere Turnschuh-Technologie geschafft hat, so viele treue Fans um sich zu scharen.
Oder habt ihr schon mal etwas vom Boost Day gehört? Oder vom Pump Day? Auch nicht vom Flyknit Day? Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die Air-Max-Technologie hat es geschafft, den Swoosh neben dem damals aufkommenden Star Michael Jordan auf die Pole Position der Sportswear-Brands zu befördern – wo er bis heute verweilt. Daher wollen wir im Folgenden in der Zeit zurückreisen und uns jeden einzelnen Sneaker mit Air Bubble anschauen. Dabei geht es uns ausschließlich um Air-Max-Modelle und nicht um Turnschuhe, in denen lediglich eine Air-Technologie enthalten ist. Die einzige Ausnahme ist dabei der Schuh, der noch vor dem ersten Air Max erschien.
Die wohl einflussreichste Technologie unter Sneakerheads ist buchstäblich Science-Fiction, da sie seinerzeit von einem NASA-Ingenieur vorgestellt wurde. Marion Franklin Rudy meldete in seiner Laufbahn über 250 Patente an. Als er sich dann mit dem sogenannten „Blow Rubber Moulding“ (Gummiblasformen) vertraut machte, kam ihm die Idee, das Ganze als Dämpfung in einem Sneaker zu verbauen.
1977 kam er mit dem Pitch zu Nike, die das Ganze direkt auf der Laufbahn testeten. Ein Jahr später erschien mit dem Nike Air Tailwind der erste Sneaker mit Air Unit (wenn auch versteckt). Er wurde erstmals 1978 in Hawaii als limitierte Auflage für den Honolulu-Marathon und im folgenden Jahr dann einer breiteren Masse vorgestellt. Dass aus dieser nerdigen Technologie jedoch eine wahrhafte Air-Revolution entstehen würde, hatte damals niemand auf dem Schirm. Bis auf einen Architekten bei Nike.
Tinker Hatfield war nicht nur ehemaliger Athlet, sondern auch ein guter Bekannter des Nike-CEOs Phil Knight. Dieser erkannte schon früh sein Potenzial und setzte den damaligen Architekten direkt im Sneaker-Design ein. Die Aufgabe war so ambitioniert wie wahnsinnig: Erschaffe eine neue Ikone, die unsere Marke rettet. So oder so ähnlich muss es zumindest für Hatfield geklungen haben, als er während einer Paris-Reise die Inspiration zu einem der wohl wichtigsten Sneaker seiner Karriere fand. Er stand vor dem Centre Pompidou, das ihn durch seine unkonventionelle Architektur inspirierte.
Anstatt dass die Rohre des Gebäudes unter dem Gemäuer versteckt wurden, waren sie freigelegt und von außen sichtbar. „Das Unsichtbare sichtbar machen“: das war Hatfields Inspiration. Also kehrte er nach Oregon zurück und entwarf den Nike Air Max 1. Einen Sneaker, der im Gegensatz zum Tailwind oder Air Jordan 1 die Air Bubble offen zur Schau stellte. Ein Konzept, das aus damaliger Sicht völlig wahnsinnig klang.
Sofort wurden Stimmen laut, dass die Bubble doch platzen würde und der Schuh ungeeignet für Sport, geschweige denn fürs Running, sei. „Es wurde viel darüber diskutiert, dass ich es zu weit getrieben hätte. Die Leute wollten, dass wir gefeuert werden“, erinnerte sich Hatfield.
Doch er und die Air Bubble sollten den längeren Atem haben. Durch seinen kontroversen Ruf und unschlagbare Colorways in „Varsity Red“ beziehungsweise „University Blue“ verkaufte sich der Nike Air Max 1 millionenfach und verhalf dem Swoosh, der damals unter der Konkurrenz von Reebok, adidas und Converse zu erliegen drohte, zu einem zweiten Frühling. Von hier an ging es nur noch weiter bergauf.
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Der Nike Air Stab erschien ursprünglich 1988 als Running-Modell und wurde später durch Kollaborationen mit Footpatrol wieder neu belebt. Besonders die ersten Retro-Versionen von Footpatrol halfen dabei, das Modell mit gelungenen Colorways zurück ins Gespräch zu bringen.
Aufgrund des Erfolgs folgte sogar eine zweite gemeinsame Air-Stab-Kollaboration. Wie bei so vielen Air Max Modellen blieb der Air Stab jedoch lediglich ein Grail unter Sammlern, ohne dass ein Nicht-Sneakerhead jemals davon gehört hatte.
Der Nike Air Max Light entwickelte die Designsprache des damaligen Air-Max-OG-Modells weiter, blieb dabei aber dem Stil des Originals treu. Auch hier wurde an der DNA aus Mesh-Toebox, grauem Nubuk-Sidepanels und weißer Midsole nicht viel verändert.
Das geriffelte, rote Element an der Seite des Sneakers sollte jedoch ein kleiner Vorbote auf das sein, was die damals noch junge Air-Max-Community gerade einmal ein Jahr später erwarten würde.
Was macht man, wenn die Fans „Air“ lieben? Man gibt ihnen einfach noch mehr „Air“! So geschehen mit dem Release des Nike Air Max 90, der ursprünglich noch Air Max 3 hieß und im Colorway „Hyper Red“ erschien. Später sollte er den Spitznamen „Infrared“ erhalten, unter dem er noch heute bekannt ist. Was den Sneaker besonders machte, war sein aggressiver Look mit einem dezenten, aber pointierten Color Blocking.
Hier geschah es auch erstmalig, dass der Air Max außerhalb der harten Sneaker-Elite und der Sportwelt in verschiedenen Subkulturen im wahrsten Sinne des Wortes Fuß fasste. So wurde der Schuh zu einem beliebten Pick bei Ravern, Hardcore-Bands und Hip-Hop-Fans. Vor allem der OG-Colorway wurde mehrmals neu aufgelegt und erfreut sich, ähnlich wie beim Air Max 1, eines echten Legendenstatus. Von nun an hatten Hatfield und sein Team die Freiheit, zu machen, was sie wollten.
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Ein Jahr später setzten sich zwei der größten Designer bei Nike an einen Tisch. Zum einen gab es den bereits erwähnten Tinker Hatfield, der für Modelle wie den Air Jordan 1, den Air Huarache und eben die bisherigen Air-Max-Modelle bekannt war. Sein Counterpart war jedoch nicht weniger einflussreich: Bruce Kilgore, der Erfinder des Air Force 1. Das Ergebnis dieser Partnerschaft war der Nike Air Max 180.
Wie der Name schon verrät, wurde den Fans mit diesem Release eine noch größere und verbesserte Air-Dämpfung geboten, die die Outsole in einem 180°-Winkel umschloss. Der Sneaker stand bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona im Mittelpunkt und wurde von diversen Nike-Athleten wie Michael Jordan getragen. Der legendäre „Ultramarine“-Colorway war die erste Variante, die im Handel erhältlich war.
Kaum war der Release des Nike Air Max 180 vollzogen, legte Oregon mit dem nächsten, noch extremeren Modell nach. Der Nike Air Max BW (Big Window) ist an den Nike Air Max 90 angelehnt, nur, dass hier die Air Bubble noch größer ausfällt. Und ähnlich wie bei seinem Vorgänger fand der Sneaker schnell seine Anhänger in dunklen Clubs und Jam Sessions auf der ganzen Welt.
Vor allem im Hard-Techno- beziehungsweise Gabber-Bereich wird der Schuh bis heute mit an Karomuster gebundenen Laces gerockt. Jeder, der den Sonntag lieber in der After Hour als beim Brötchenholen verbrachte, kannte und verehrte den Air Max BW.
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Der Nike Air Structure wurde als erstes Modell der Triax-Serie von 1991 auf den Markt gebracht. Sie waren ihrer Zeit ein wenig voraus, weswegen sie neben dem BW etwas untergingen. Später wurden sie Ende der 2000er Jahre neu aufgelegt und standen erstmalig wieder im Rampenlicht. Kenner bezeichnen die Silhouette als einen der komfortabelsten Modelle innerhalb der Air Max Serie.
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Der Nike Air Max ST erschien 1992 und gehörte zur zweiten Generation der frühen Air-Max-Running-Modelle. Optisch orientierte sich der Sneaker noch stark an klassischen Performance-Runnern der frühen 90er und setzte auf ein Upper aus atmungsaktivem Mesh mit stabilisierenden Leder-Overlays.
In der Ferse befand sich eine sichtbare Air Unit, die für die typische Dämpfung sorgte und gleichzeitig das Markenzeichen der Serie weiter im Mainstream etablierte. Auch wenn viele Sneakerheads die Silhouette schon vergessen haben, gilt er unter Vintage-Sammlern als kleiner Grail.
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Woran erkennt man ein Air-Max-Hypebeast? Er kennt höchstwahrscheinlich nicht den Nike Air Max 93. Warum der Nachfolger des BW nicht größere Wellen schlug, ist nicht ganz klar. Aus unserer Sicht ist der Sneaker tatsächlich ein kleiner Geheimtipp, da er all das zusammenbringt, was wir an einem soliden Air Max schätzen.
Er verfügt über eine 270°-Air-Unit, die von hinten, innen und außen sichtbar ist und deren Form von einem Milchkännchen inspiriert sein soll. Der Schuh kam zunächst im „Dusty Cactus“-Colorway auf den Markt, der überwiegend weiß ist und türkisfarbene Akzente aufweist. Was ihn jedoch stark von seinen Vorgängern unterschied, war der enganliegende Neoprenkragen, der dem Träger eine individuelle Passform bieten sollte. So wurde von Modell zu Modell versucht, den Air Max immer weiter zu optimieren.
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Im Folgejahr hatte Nike den Neoprenkragen des 93ers wieder verworfen, da dieses Feature für die damaligen Verhältnisse wohl noch zu unkonventionell war. Mit dem Nike Air Max 94 entstand somit ein nahezu identisches Modell, das jedoch ohne Neoprenkragen und stattdessen mit dem typischen Mesh-Collar der bisherigen Air-Max-Modelle daherkam.
Der Nike Air Max² erschien 1994 und brachte eine neue Weiterentwicklung der Air-Technologie mit sich. Statt einer einzelnen Air Bubble setzte der Swoosh hier erstmals auf mehrere Luftkammern mit unterschiedlichem Druck, die verschiedene Bereiche des Fußes gezielt unterstützen sollten.
Dieses sogenannte „Multi-Chamber-System“ sollte für eine stabilere und gleichzeitig reaktionsfreudigere Dämpfung beim Laufen sorgen. Und obwohl der Schuh seine Anhänger im Performance-Bereich fand, verschwand er in den Folgejahren schnell wieder aus dem Rampenlicht, weil nur ein Jahr später ein weiteres Modell folgte, das bis heute Legendenstatus genießt.
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Die angepasste Air Unit wurde im selben Jahr auch auf dem Nike-Air-Max-Light-Upper verarbeitet, als man in Beaverton versuchte, das technische Update auf sämtlichen gängigen Silhouetten zu übertragen.
Man kann diese Zeit retrospektiv als Findungsphase verbuchen, in der Nike noch viele Dinge ausprobierte und testete, die sich rund um das Thema Air Bubble drehten.
Der erste Air Max, der nicht von Mastermind Tinker Hatfield designt wurde, war der Nike Air Max 95. Er war der erste Air-Max-Sneaker, der sowohl im Vorfußbereich als auch an der Ferse über eine sichtbare Air-Einheit verfügte. Das von Sergio Lozano entworfene Upper lässt sich abstrakt von erodierenden Gesteinsschichten, wie sie beispielsweise im Grand Canyon zu finden sind, sowie von der Struktur des menschlichen Brustkorbs herleiten.
Lozanos Design sollte den Träger im Alltag unterstützen und beim Laufen anhaftenden Schmutz verbergen. Neben dieser unkonventionellen Herangehensweise ans Design war auch das Branding für damalige Verhältnisse extrem ungewöhnlich. Während sämtliche Sneaker das Logo der Firma prominent an der Seite zeigten, war hier lediglich ein kleinerer Swoosh in der Nähe der Ferse platziert. Der Nike Air Max 95 gilt bis heute, vor allem in seinem Neon-Colorway, als absolute Ikone, die besonders in Japan, aber auch in England, zum Synonym für Streetstyle geworden ist.
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Da der Air Max 95 für damalige Verhältnisse extrem bulky war, wollte Nike noch einen Counterpart anbieten, der auf der einen Seite zwar die Air Bubble sichtbar als technisches und ästhetisches Feature zeigt, gleichzeitig aber eine schmalere Passform gewährleistet.
So entstand der Nike Air Racer Max, der vor allem für Läufer konzipiert wurde und optisch an den Air Mariah (1981) erinnert. Nur dass hier zusätzlich eine schmale Air Bubble integriert war.
Der Nike Air Max 96 erschien 1996 und fiel seinerzeit sofort durch sein markantes, wellenförmiges Upper mit großen Mesh-Flächen auf, das dem Schuh einen dynamischen und sehr technischen Look verlieh. Die sichtbare Air Unit an der Ferse sorgte für den gewohnten Komfort, während das leichte Material den Performance-Aspekt unterstrich.
Trotz seines damals mutigen Designs wurde der Air Max 96 nie ganz so populär wie andere Modelle der Serie und entwickelte sich über die Jahre eher zu einem Geheimtipp unter Kennern und Vintage-Sammlern, den man heute noch auf so manchem Flohmarkt oder in Secondhand-Stores für einen schmalen Taler finden kann.
Im März 1997 kam etwas überraschend der Nike Air Max 96 II auf den Markt. Auf dem Tongue-Label konnte man jedoch erkennen, dass das Modell bereits im Oktober des Vorjahres entstanden war.
Der OG-Colorway „Midnight Navy/Black-Goldenrod“ bot im Vergleich zum ersten Air Max 96 ein komplett überarbeitetes und stabilisiertes Upper sowie ein markanteres Swoosh-Branding an der Seite.
Auch der eigentliche OG der Air-Technologie sollte in diesem Jahr ein Update erhalten. Doch im Gegensatz zu seinem Vorgänger war beim Nike Air Tailwind II die Air Unit deutlich sichtbar.
Ansonsten bediente sich dieser Sneaker stark am Materialmix des OGs, der primär für luftige Mesh-Elemente stand und dem Träger ein komfortables Tragegefühl versprechen sollte.
Ein neuer Schuh, ein neuer Designer. Diesmal war es Christian Tresser, der bereits den Nike Air Zoom Spiridon entworfen hatte und als Brainchild hinter dem futuristischen Nike Air Max 97 gilt. In seinem „Silver Bullet“-Colorway verbirgt sich die Inspiration hinter dem Design. Tresser entwarf den Sneaker nach dem Vorbild der japanischen Bullet Trains, die nicht nur extrem schnell sind, sondern auch den perfekten Shape für einen Sneaker mitbringen.
Das wellenförmige Upper mit der nahezu komplett durchgezogenen Air Bubble und dem silbernen Colorway, der lediglich von weißen Elementen an der Midsole und einem kontrastierenden roten Swoosh unterbrochen wird, ist bis heute ein Street Classic. Wer beim nächsten Italien-Urlaub ein wenig aufpasst, wird zudem merken, dass so ziemlich jeder Vespa-Fahrer ein Paar Air Max 97 trägt. Somit hat auch dieser Sneaker seine ganz eigene kulturelle Nische für sich entdeckt.
Ein weiterer Underdog im Air-Max-Franchise. Der Nike Air Max 98 wurde von Sergio Lozano, den wir bereits vom Air Max 95 kennen, entworfen und verfügte über ein komplett neu gestaltetes Upper, das auf derselben Sohle wie der Air Max 97 thronte. Beim Launch wurde der Sneaker im Colorway „Tour Yellow“ präsentiert.
Lange Zeit war dieses Modell lediglich ein Thema unter Hardcore-Sammlern, die 24/7 Air Bubbles atmeten und ihre Sammlung vervollständigen wollten. Das änderte sich, als Supreme die Silhouette aufgriff und ihr mithilfe verschiedener Colorways und eines cleveren Materialmixes einen Hauch Prada Cup verlieh. Weitere Colorways wie der „Gundam“ taten ihr Übriges, um aus dem Underground-Geheimtipp einen kleinen Star zu machen.
Der Air Tailwind III, der auch als Air Max Tailwind III bekannt ist, hob sich durch eine beispiellose Dämpfung und Langlebigkeit aus. Er verfügte über eine durchgehende Air-Unit im Fersen- und Vorfußbereich, die jedoch nur an der Ferse sichtbar war.
Die Outsole bestand aus einer speziellen Gummimischung namens „BRS 1000“. Die Abkürzung steht für „Blown Rubber System 1000“ und verweist auf die hohe Abriebfestigkeit des Materials.
Auch wenn der Air Max 98 TL bei vielen Sammlern eher ein Underdog ist, war er dennoch der erste Sneaker in der Air-Max-Reihe, der mit verschiedenen Materialien spielte und so Leder, Mesh und synthetische Elemente zu einem markanten Muster vereinte.
Auch hier ist die Air Bubble über die gesamte Sohle verteilt und verspricht dadurch maximale Dämpfung. Aus unserer Sicht ein interessanter Ansatz, der jedoch eher als Update des Air Max 98 und weniger als eigenständiges Modell gilt.
Im selben Jahr sollte ein weiterer Sneaker erscheinen, der Jahrzehnte später zur Uniform sämtlicher Untergrundrapper (und derer, die es gerne werden wollten) avancierte. Der Air Max Plus, auch bekannt als Air Max TN oder Haifisch-Nike, war das Design des ehemaligen Nike-Designers Sean McDowell. Er nahm diese Innovation mit zu seinem neuen Arbeitgeber Foot Locker und handelte mit Nike einen Deal aus, dass der Sneaker nur dort exklusiv verkauft werden durfte.
Ein genialer Move, wenn man bedenkt, welche Resonanz der Sneaker in den Folgejahren hatte. Dabei war vor allem der damalige Retailpreis von stolzen 160 Euro der Grund, warum viele Dealer, Rapper und allgemein „Straßenjungs“ den Schuh für sich entdeckten. Er zeigte nicht nur nach außen, dass man es geschafft hatte, sondern ließ durch sein aggressives Äußeres, das in seinen drei OG-Colorways eigentlich der Strandsonne in Florida nachempfunden ist, keinen Zweifel daran, mit wem man es hier zu tun hatte.
Kurz vor der Jahrtausendwende verabschiedete Nike die 90er-Jahre mit dem Air Max Sunder, einem der wohl experimentellsten Modelle der Air-Max-Serie. Besonders auffällig war damals wie heute das Upper mit integriertem Reißverschluss, der das klassische Schnürsystem komplett verdeckte und dem Schuh einen cleanen, aber auch ungewohnten Look verlieh.
Darunter sorgte ein elastisches Innenmaterial für eine sockenähnliche Passform und zusätzlichen Komfort. Auch wenn uns nicht bekannt ist, ob der Sneaker seinerzeit an den Erfolg seiner Vorgänger anschließen konnte, war das Potenzial des Schuhs noch lange nicht ausgeschöpft. 2024 legte Nike den Air Max Sunder erneut auf und schaffte es mit knalligen Retro-Colorways, eine neue Generation, die bereit für den unkonventionellen Look war, von der Silhouette zu überzeugen.
Mit dem Air Tailwind IV wurde die Air-Max-Dämpfung erstmals im Fersen- und Vorfußbereich innerhalb der Tailwind-Serie vorgestellt. Der Schuh wurde in mehreren Colorways auf den Markt gebracht, darunter die legendäre „Volt“-Variante, die sich durch ein leuchtendes Farbdesign in Neongrün und Schwarz auszeichnete und in den Folgejahren auch mehrmals als Retro-Release neu aufgelegt wurde.
Man merkt, dass das Ende der 90er beziehungsweise der Anfang der 2000er modisch eine sehr experimentelle Zeit war. Denn in diesem Jahr releaste Nike mit dem Air Max Deluxe auch eines seiner avantgardistischsten Modelle innerhalb der Air-Max-Reihe.
Mit einer durchgehenden Air Bubble ausgestattet, die den Modellen Air Max 97 und Air Max 98 nachempfunden war, wurde der Sneaker durch einen futuristischen Digitaldruck auf einem Neopren-Upper vervollständigt. Zusammen mit den stromlinienförmigen, reflektierenden Akzenten und den breiten Nähten war der Sneaker seinerzeit ein klares Statement.
Wie der Name bereits vermuten lässt, verfügt der Nike Air Tuned Max über ein einzigartiges Dämpfungssystem namens „Tuned Air“, das aus einer Reihe kleiner Luftkammern besteht, die punktuell über die gesamte Outsole verteilt sind und bereits im Jahr zuvor beim Air Max Plus eingeführt worden waren. Daher wird der Air Max Plus auch gerne mal Air Max TN genannt, obwohl lediglich die Sohle identisch ist.
Eines der markantesten Merkmale des Air Tuned Max war die Wahl der Colorways, die sich durch neuartige Farbverläufe und futuristisch anmutende Details am Upper auszeichneten. Zudem wurde der Swoosh bei diesem Release komplett entfernt und durch ein Mini-Branding an der Ferse ersetzt worden.
Wenn es um nischige Sneaker geht, ist der Nike Air Max 2000 wohl der Champion in der Air Bubble Serie. Das Modell wurde von vielen bereits vergessen und wurde damals lediglich als „Air Max“ vorgestellt. Wenn man den Gerüchten jedoch glaubt, wird Supreme in diesem Winter das Modell neu auflegen.
Das würde uns sehr freuen, da der Sneaker durch seinen Y2K-Look aktuell so zeitgemäß wäre wie vor 26 Jahren. Ob es dabei noch technische Updates geben wird oder der Aufbau dem OG 1:1 nachempfunden ist, bleibt abzuwarten.
Aufgrund der großen Nachfrage entschied man sich im neuen Jahrtausend den Nike Air Max Plus II als Nachfolger des ursprünglichen Air Max Plus auf den Markt zu bringen. Auch dieser Sneaker wurde von Sean McDowell entworfen. Und genau wie sein Vorgänger verfügte auch der Air Max Plus II über das charakteristische „Tuned Air“-Dämpfungssystem, das entwickelt wurde, um dem Fuß gezielte Unterstützung und Dämpfung zu bieten.
Das Upper besteht aus einer Kombination aus synthetischen Materialien und Mesh, was für Atmungsaktivität und Halt sorgen soll. Das Modell hatte zudem einen „schwebenden“ Kunststoff-Cage um den Mittelfuß, der zum einen für zusätzlichen Halt sorgte und dem Schuh zum anderen einen futuristischen Look verlieh.
Der Air Tailwind V ist ein Y2K-Sneaker par excellence und wurde von Aaron Cooper entworfen, der auch den Air Tailwind IV entwickelt hatte. Er verfügte über ein vorgeformtes Upper aus strukturiertem Mesh, das bezeichnend für viele Releases aus dieser Zeit war. Vom Look her erinnert der Sneaker daher an eine Mischung aus Basketball- und Running-Schuh.
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Um die Jahrtausendwende experimentierte Nike nicht nur mit einer Vielzahl neuer Technologien, sondern verfolgte bei einigen seiner neuen Modelle offenbar auch einen sehr maximalistischen Ansatz. Der Air Max 2001 war ein klares Beispiel für die Verbindung neuer Technologie mit einem „Mehr ist mehr“-Anspruch.
Dieser futuristische Sneaker war mit Nikes „Tube Air“ ausgestattet, das waren zylinderförmige Air-Units, die später als Inspiration für Nikes „Dynamic Air“-Technologie, auch bekannt als DN, dienten.
Credit: retrosexualvintage
Ein Jahr später kam mit dem Nike Air Max 2002 ein Modell mit röhrenförmiger Konstruktion auf den Markt, was als Entwicklung zu seinem direkten Vorgänger aus dem Jahr 2001 galt.
Die durchsichtige Gummi-Outsole war jedoch weniger flexibel, vor allem, weil die Air-Sohle in Schaumstoff eingefasst war. Dementsprechend wurde der Sneaker recht schnell wieder vom Markt genommen, weswegen er auch heute weitestgehend in Vergessenheit geraten ist.
Nach der hohen Frequenz der späten 90er hatte sich Nike für dieses Modell etwas Zeit gelassen. Der Air Max 2003 wurde von Sergio Lozano entworfen, der zuvor bereits den Air Max 95 konzipiert hatte. Im Gegensatz zu den komplexen Upper-Konstruktionen seiner Vorgänger war dieser Sneaker eher reduziert und propagierte mit seinem nahtlosen, monochromen Obermaterial einen minimalistischen Look.
Dieses Modell wird vielen von euch bekannt vorkommen. Nicht umsonst wurde ausgerechnet die dritte Silhouette innerhalb der Air-Max-Plus-Serie neu aufgelegt. Ebenfalls von Sean McDowell entworfen, wurde dem ursprünglichen Design hier ein Cage auf dem Upper hinzugefügt, der dem Air Max Plus III einen futuristischen Look verlieh und gleichzeitig dem dynamischen und aggressiven Vibe seiner Vorgängermodelle treu blieb.
Die 2000er zogen an Nike vorbei und es wurde lange still um die Air-Max-Technologie. Es schien so, als hätte sich Nike inzwischen ein Roster an Silhouetten aufgebaut, die immer wieder bespielt werden konnten, ohne neue Innovationen an den Start bringen zu müssen.
Das änderte sich jedoch schlagartig, als mit dem Nike Air Max 360 der bis dahin konsequenteste Sneaker mit Air Bubble auf den Markt kam. Auch hier ist der Name Programm: Eine Air Unit, die in einem 360°-Winkel um den kompletten Sneaker verbaut wurde, versprach einen noch nie dagewesenen Komfort, während das federleichte Mesh-Upper diese Bequemlichkeit zusätzlich unterstützte.
Ebenfalls ein kompletter Geheimtipp, da wir davon ausgehen, dass mindestens 50 Prozent aller Air-Max-Fans von diesem Schuh noch nichts gehört haben: Der Air Max TL 2.5 wurde 2006 als Teil der „Total Air“-Serie veröffentlicht und war vor allem durch seine röhrenförmige Konstruktion ein Highlight für eingefleischte Sammler. Er war quasi eine Mischung aus dem Nike Air Max 97 im Upper und dem Nike Air Max 360, was seine durchgezogene Air Unit betrifft.
Über die Jahre wurde die Air-Max-Serie zum Testballon neuer Technologien. Da die Reihe bereits eine treue Fangemeinde vorzuweisen hatte, konnte Nike hier neue Innovationen an einem dankbaren Publikum ausprobieren.
So geschehen beim Nike Air Max 2009, den viele von uns wahrscheinlich schon vergessen haben. Nike testete hier die Flywire-Technologie, die quasi aus mehreren strategisch angeordneten Fasern bestand, die wie die Seile einer Hängebrücke um den Fuß gelegt wurden.
Der Air Max 2010 war, wenn man so möchte, eine verbesserte Version seines Vorgängers. Er verfügte ebenfalls über eine durchgehende Max-Air-Einheit für maximale Dämpfung und Aufprallschutz. Das Upper war zudem mit den neuesten Flywire-Fasern ausgestattet. Die Midsole des Sneakers wurde durch eine Cushlon-Dämpfung verstärkt, die aus einem leichteren, aber reaktionsfreudigeren Phylon-Schaumstoff bestand.
Der Air Max 2011 führte die umstrittene Hyperfuse-Technologie auf dem Upper ein. Dabei wurden drei verschiedene Materialschichten miteinander verschmolzen, um ein möglichst nahtloses und strapazierfähiges Upper zu schaffen. Dies trug dazu bei, das Gewicht des Schuhs zu reduzieren und gleichzeitig seine Langlebigkeit zu verbessern.
Für Läufer und Spitzensportler gab es zudem mit dem Nike+ Sensor in der Sohle erstmals die Möglichkeit, ihre Laufleistung zu erfassen – wohlgemerkt lange bevor Smartwatches und Strava überhaupt ein Thema waren.
Mit diesem Release wollte Nike auf den aufkeimenden Hype um Barfußschuhe reagieren. Der Air Max 2012 sollte mit seinem leichten Hyperfuse-Upper und einer Konstruktion, die an Muskelstränge erinnern sollte, eben diesen Markt bedienen.
Die Tatsache, dass dieser Schuh seitdem in Vergessenheit geraten ist, gibt uns einen kleinen Hinweis darauf, wie erfolgreich dieses Unterfangen war. Wobei das Modell sicher in Fitnesskreisen seine Anhänger gefunden haben dürfte.
Auch wenn Hyperfuse vor über zehn Jahren als das innovative Material schlechthin galt, störten sich viele an der wenig flexiblen und teilweise harten Beschaffenheit, die eher an Plastik erinnerte. Daher kam mit dem Nike Air Max 2013 eine verbesserte Version auf den Markt, die vorzugsweise auf Mesh im Upper setzte.
Das machte den Sneaker leichter, flexibler und federnder. Die komplett durchgezogene, transparente Air Bubble sorgte außerdem für ein kleines Highlight, das innerhalb dieser performance-lastigen Serie erstmals für frischen Wind sorgte.
Nach Flywire und Hyperfuse hatte Nike im Jahr 2012 die neuartige Flyknit-Technologie vorgestellt. Die innovative Upper-Konstruktion versprach nie dagewesenen Komfort, gebündelt mit einem luftig-leichten Obermaterial. Ein Jahr später wurde das neue Upper direkt mit der passenden Air-Max-Sohle getestet.
Ein besonderes Highlight waren dabei die auf dem Obermaterial verwendeten Farben, die parallel auf die durchgehende Air Unit übertragen wurden. Nach den letzten drei Air-Max-Modellen bekamen Sneakerheads hier erstmals einen Vorgeschmack darauf, wie Lifestyle und Performance sich gegenseitig befruchten können.
Am Gipfel des deutschen Sneaker-Hypes, als Camp-outs zur Normalität zählten, Ronnie Fieg erstmals Asics in den Fokus der Sneakerheads rückte und Brands wie Le Coq Sportif, Puma und Saucony fleißig mit Partnern wie Solebox oder Sneaker Freaker kollaborierten, kam Nike mit einer Überraschung um die Ecke: dem Air Max Zero. Seines Zeichens der Sneaker, der vor dem Air Max 1 da war.
Was jedoch nur bedingt stimmt. Glaubt man der Legende, war der Schuh lediglich eine Skizze, die zu Hatfields ersten Entwürfen zählte, als dieser 1985 von seinem Paris-Trip zurückkehrte und versuchte, das Centre Pompidou als Schuh zu manifestieren. Im Gegensatz zum Nike Air Max 1 ist dieses Modell etwas schmaler konstruiert. Das und der inzwischen in die Jahre gekommene Hyperfuse-Materialmix konnten dem Nike Air Max Zero nicht den erhofften Erfolg bescheren, weshalb der Schuh heute eher im Sale bei Zalando als im Regal eines Sammlers zu finden ist.
Zwei Jahre nach dem Flyknit-Modell wurde mit dem Air Max 2015 das gewobene Upper übernommen, jedoch mit fünf zusätzlichen Laces, die vom Schnürbereich bis zur Midsole gezogen wurden, um noch mehr Stabilität zu gewährleisten. Auch hier wurde auf der transparenten Air Bubble etwas gespielt und ein Air-Max-Logo integriert. Zudem wurde mit einem Farbverlauf gearbeitet, der von Blau nach Rot ging und damit den Colorway der Laces ansprechend ergänzte.
Nike hatte aus dem letzten Release gelernt. Anstatt zu versuchen, künstlich eine Ikone aus der Vergangenheit zum Leben zu erwecken, entschied man sich abermals für Zukunft und Innovation. Und der Nike VaporMax, entworfen von Designer Dylan Raasch, sollte genau dieses Mindset verkörpern.
Erstmals im „Platinum“-Colorway erschienen, war es der technischste Sneaker, den Nike bis dato herausgebracht hatte. Die Sohlenkonstruktion bestand aus 39.000 Einzelteilen, und es war der erste Air Max, bei dem weder in der Mittel- noch in der Außensohle Schaumstoff oder Gummi zum Einsatz kamen. Das Upper wurde direkt mit der Air Bubble verschweißt, was dem Sneaker ein einzigartiges Bodengefühl verlieh, wenn auch anfangs etwas ungewohnt und hart für so manchen luftpolsterverwöhnten Sneakerhead. Später sollten Akteure wie Virgil Abloh oder Cactus Plant Flea Market die Silhouette als Leinwand für ihre Kreativität nutzen.
Nike's Streben nach Innovation war in diesem Jahr nicht aufzuhalten. Und während der VaporMax alle Sneakerheads und Technik-Freaks abholte, war es der Air Max 270, der die Straßenjungs für sich gewinnen konnte. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wurde dieser Schuh explizit für einen Lifestyle-Kontext entwickelt.
Der Name des Sneakers ist von seiner 270°-Air-Max-Unit inspiriert, der bis dahin größten, die je hergestellt wurde. Und obwohl wir (oder eher gesagt ich) nie viel mit dem Sneaker anfangen konnten, war er ein bahnbrechender Erfolg, der es schaffte, einer völlig neuen Generation das Thema Air Bubble auf seine Weise näherzubringen.
Kurz vor Corona brachte Nike mit dem Air Max 720 die verlängerte, sichtbare Air Unit zurück, ihres Zeichens die voluminöseste, die es bis dahin gab. Vorgeformte Linien am Upper, die ein wellenförmiges Muster bildeten, verliehen dem Sneaker zudem einen futuristischen Look.
Die ersten Modelle waren in Colorways erhältlich, die von den Nordlichtern inspiriert waren. Später folgten weitere Farbgebungen, die es jedoch nicht schafften, an die Begeisterung des OGs anzuknüpfen.
2020 war nicht nur für uns ein ungewöhnliches Jahr. Auch in Beaverton entschied man sich experimentell für einen fragwürdigen Hybriden in Form des Nike Air Max 2090. Wie der Name bereits vermuten lässt, sollte der Sneaker ein Update des Air Max 90 darstellen.
Die 90er-Sohle wurde hier mit einem mehrlagigen Synthetik-Upper, einem Pull Tab und einem Neopren-Sockliner kombiniert. Für viele Fans wirkte diese Kombination nicht wirklich stimmig, weshalb die meisten Sneakerheads den OG mit gewohntem Mesh-Upper bevorzugten.
Als Chitose Abe mit ihrem Label Sacai die ersten Waffle-Racer-Modelle vorstellte, war der Hype weltweit kaum zu übersehen. Auch Nike hatte Gefallen an dem ungewöhnlichen Aufbau des Sneakers gefunden und brachte daher mit dem Air Max Pre-Day eine Art Alternative für den breiten Markt heraus.
Denn auch hier traf ein Racer-Upper auf dekonstruierte Elemente und eine Outsole, die über die Ferse hinausragte. Und auch hier muss man retrospektiv zugeben, dass das Modell außerhalb des ursprünglichen Hypes keine nachhaltige Begeisterung auslösen konnte und heutzutage vor allem in Outlets angeboten wird.
Dieses Jahr stand ganz im Zeichen reduzierter Designs, weshalb Nike mit dem Air Max 2021 genau diesen Anspruch befeuern wollte. Die teilweise abgesetzten Air Bubbles waren dabei das visuelle Highlight eines sonst sehr schlicht gehaltenen Sneakers.
Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber wir (beziehungsweise ich) haben diesen Schuh schon völlig vergessen, was bezeichnend für den kulturellen Impact des Air Max 2021 ist. Aus unserer Sicht war dieser kaum vorhanden, doch das Spiel mit der Air Bubble hat Nike in den Folgejahren offenbar zu gewagteren Designs inspiriert.
Die Corona-Jahre waren wahrlich keine gute Zeit für Nike. Mit dem Air Max Motif wurde ein neues Modell vorgestellt, das stark vom ursprünglichen Air Max 1 von Tinker Hatfield inspiriert war. Der Sneaker griff klassische Elemente wie die Linienführung, Materialien und Colorways des Originals auf, kombinierte sie jedoch mit modernen Updates.
Dazu gehörten unter anderem ein überarbeitetes Sohlendesign mit höherer Air Unit sowie neue Details wie transparente Swooshes. Der Versuch einer zeitgemäßen Neuinterpretation mag auf dem Papier gelungen sein, wurde von den Fans jedoch weitestgehend ignoriert.
Mit diesem Sneaker hatte Nike seine Innovationskraft und den Mut zu experimentellen Designs wiedergefunden. Der Air Max Scorpion wurde in nur 18 Monaten mithilfe futuristischer Mittel entwickelt. Bei seiner Produktion kamen 3D-VR-Design-Software, computergestütztes Design, technische Werkzeuge sowie jahrzehntelanges Know-how im Bereich „Vertical Air Manufacturing Innovation“ (Air MI) zum Einsatz.
Im direkten Vergleich zu seinen Vorgängern aus den letzten Jahren fällt auf, dass Nike hier versuchte, einen gänzlich anderen Weg zu gehen. Das zeigte sich besonders in der voluminösen Air Bubble, die im Zusammenspiel mit dem gewobenen Upper extrem gut funktionierte und viel eher Fashion-Statement als reiner Performance-Sneaker war.
Zum Air Max Day 2023 brachte Nike den Air Max 1 in seiner ursprünglichen Form aus dem Jahr 1986 zurück. Obwohl der Sneaker offiziell erst 1987 erschien, stammen die ersten Prototypen bereits aus Ende 1986. Diese Version hatte eine größere Air-Einheit, die sich jedoch als instabil erwies, weshalb das Design überarbeitet wurde. 36 Jahre später veröffentlichte Nike nun erstmals eine Version, die dem ursprünglichen Prototyp mit größerer Air Bubble entsprach.
Der Nike Air Max DN wurde als modernes Air-Max-Modell vermarktet, das mit dem neuen „Dynamic-Air-System“ ausgestattet war, bei dem mehrere Air Units für ein besonders reaktives Laufgefühl sorgen sollten. Im Gegensatz zu klassischen Air-Max-Silhouetten lag der Fokus hier stärker auf Performance und futuristischem Design.
Das Upper kombinierte leichte Mesh-Strukturen mit synthetischen Overlays für Stabilität und Atmungsaktivität. Und obwohl ein performativer Ursprung dieses Modell zum Leben erweckte, sahen viele Fans in ihm einen neuen Air Max Plus, weshalb das Modell in den Folgemonaten von vielen Rappern und Streetkids getragen wurde.
Der Nike Air Max Dn8 entwickelte das Dynamic-Air-Konzept seines Vorgängers weiter und setzte noch stärker auf ein innovatives, leistungsorientiertes Design. Die überarbeitete Air-Technologie sorgte für eine verbesserte Dämpfung und ein besonders dynamisches Tragegefühl im Alltag.
Optisch kombinierte der Sneaker futuristische Linien mit funktionalen Materialien, die für Stabilität und Komfort standen. Visuell wurde dies mit doppelt so vielen Luftkammern wie beim Vorgänger dargestellt. In diesem Sinne war der Sneaker aus unserer Sicht eher ein Update als ein eigenständiger Release.
Willkommen in der Gegenwart! Nach 40 Jahren Air-Max-Technologie präsentiert Nike mit dem Air Liquid Max seinen neuesten Wurf rund um die Air Bubble. Der Sneaker zeichnet sich durch ein futuristisches, flaches Profil sowie ein dreilagiges, strukturiertes Upper aus, das von den Farben und Formen des Pfeilgiftfroschs inspiriert sein soll.
Im Fokus steht das neu entwickelte, bodennahe Air-Element, das gezielt Dämpfung bietet, Gewicht reduziert und ein besonders weiches, fließendes Laufgefühl ermöglichen soll. Der Release wurde bereits durch eine potenzielle Kollaboration mit Partnern wie Yeat und Hiroshi Fujiwaras Label Fragment Design zusätzlich befeuert. Wir sind gespannt, wie Nikes innovativster Sneaker Ende diesen Monats von euch aufgenommen wird.
Der neue Nike Air Liquid Max wird passend zum Air Max Day am 26. März 2026 um 9 Uhr online bei Nike erscheinen. Um nie einen beliebten Air Max Release zu verpassen, aktiviert die Push-Benachrichtigungen in unserer App und folgt uns auf Instagram.
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